Daniel Drungels schreibt in seinem Blog „Gehirnschluckauf“:

„Als Liberaler hat man es in Deutschland nicht leicht. Die Volksvertreter aller Couleur, nicht zuletzt auch die Freidemokraten, haben den Begriff „Freiheit“ in unzähligen Umdeutungsversuchen so stark pervertiert, dass nur noch die wenigsten überhaupt wissen, wie der Begriff „Freiheit“ von klassischen Liberalen ursprünglich verwendet wurde. Friedrich August von Hayek weist im ersten Kapitel von „The Constitution of Liberty“ auf diesen Umstand hin und macht auch auf die Gefahren aufmerksam, die eine solche sprachliche Verwirrung birgt.

Wenn ich mit Freunden und Bekannten über gesellschaftspolitische Themen diskutiere und bestimmte Entwicklungen aus liberaler Perspektive deute und kritisiere, schaut man mich nicht selten an, als sei ich ein outgesourcter Psychatriepatient. Mitunter mag das daran liegen, dass ich nicht so sehr mit den positiven Folgen der Freiheit argumentiere, sondern Freiheit an sich erstrebenswert finde. Natürlich wäre eine offene, auf dem Prinzip der individuellen Freiheit basierende Gesellschaft zum größten Nutzen aller. Dennoch sind mit der utilitaristischen Argumentation gewisse Problemstellungen verknüpft, auf die ich hier zwar nicht näher eingehen werde, die aber nicht einfach ignoriert werden können. Nur so viel: Wenn es der Zweck einer Gesellschaftsordnung ist, den Nutzen für alle ihre Mitglieder zu maximieren, dann wird die Freiheit zu einem bloßen Werkzeug degradiert, dass ausgedient hat, sobald ein brauchbareres gefunden ist.“

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