Manchmal hält das Leben auch für „die Guten“ Überraschungen bereit. Aus internen Mails der englischen Climate Research Unit geht hervor, wie prominente Klimaforscher absichtlich Daten manipulieren, um die These vom menschgemachten Klimawandel zu stützen. Der Direktor des Institutes hat die Echtheit der Mails inzwischen bestätigt.

Am 19. November tauchte auf dem kleinen Skeptiker-Blog „Air Vent“ ein Hinweis auf einen Link zu einem russischen Server auf, auf dem Dateien zu finden waren, die Unbekannte vom Server der Climate Research Unit (auch bekannt als Hadley CRU) der University of East Anglia kopiert hatten. Das CRU ist eines von weltweit nur vier Instituten, die dem „Weltklimarat“ IPCC „offizielle“ Temperaturdaten liefern.

Die nun im Internet zugänglichen Dateien enthalten unter anderem halbprivate Korrespondenz zwischen den weltweit einflussreichsten Wortführern des IPCC, die verraten, dass diese selbst nicht so recht an die von ihnen verbreiteten Warnungen vor einem bevorstehenden Hitzetod glauben und zeigen, welche Tricks sie anwandten, um qualifizierte Einwände gegen den von ihnen fabrizierten Konsens über die Ursachen der globalen Erwärmung ins Leere laufen zu lassen und Skeptiker mundtot zu machen.

Die meisten Medien schweigen diese Enthüllungen genauso tot wie die Erkenntnisse der Wissenschaftler, die den Klimamythos längst widerlegt haben. Und die Medien (abgesehen von der „Welt“), die bisher den Fall aufgreifen, versuchen alles, um den Vorfall zu verharmlosen. Musterbeispiel ist dabei wieder der Spiegel, von Spöttern seit Jahren nur noch „ehemaliges Nachrichtenmagazin“ genannt. Dass der Spiegel immer wieder an vorderster Front mitspielt, wenn es darum geht, die Öffentlichkeit zu manipulieren, ist besonders bedrückend, weil gerade diesem Magazin eine besonders hohe Kompetenz zugebilligt wird.

In einer Art Schnellschuss berichtet Spiegel online noch halbwegs objektiv über den vermeintlichen Hackerangriff. Im nächsten Artikel heißt es schon „Keine Hinweise auf eine große Verschwörung“.

Das suggeriert, dass alles in Ordnung sei. Im gleichen Artikel wird aber berichtet, dass CRU-Chef Phil Jones seinen Kollegen Michael Mann, den „Fälscher“ äh tschuldigung „Erfinder“ der Hockey-Stick-Kurve auffordert, den Mailverkehr zu löschen.

Sobald zwei oder mehr Leute versuchen, etwas zu vertuschen, ist das per Definition eine Verschwörung. Aber das Wort Verschwörung wird inzwischen benutzt, um jeden Kritiker von offiziellen Darstellungen als „Verschwörungstheoretiker“ zu diffamieren. Ich bevorzuge daher ein altmodischeres Wort: Betrug. An Betrug grenzt auch das, was der Spiegel im gleich darauffolgenden Artikel macht: Unter der Überschrift „Forscher warnen vor blitzartigem Klimawandel“ wird wieder in unverantwortlicher Weise Panik geschürt.

Das Problem ist, dass die Darstellung des Journalisten nicht einmal justiziabel ist. Die Tricks sind immer dieselben: Wenn gelogen wird, zitiert man den Lügner, dann ist man als Journalist fein raus. Oder es wird einfach die Argumentation der scheinbar objektiven Wissenschaftler übernommen und nicht hinterfragt. Ansonsten werden Fakten in einen falschen Kontext gestellt, was zwar irreführend, aber für sich genommen nicht unwahr ist.

Wie jeder weiß, der sich damit beschäftigt, kühlt sich die Erde, genauer gesagt die Durchschnittstemperatur der Atmosphäre, seit zehn Jahren ab. Da wundert man sich, wie jemand von einem blitzartigen Klimawandel sprechen kann, es sei denn, es wäre eine neue Eiszeit gemeint. Die drei Hauptbegründungen lauten: Das Antarktiseis schmilzt schneller, der Meeresspiegel steigt schneller und das CO2 legt stärker zu als erwartet. Da sind sie wieder, unsere üblichen Verdächtigen. Denn genauso lauten ja tatsächlich die kruden Begründungen der vergangenen Jahre. Aber Quizfrage, meine Herren Journalisten: Was fehlt in dieser Aufstellung? Richtig, die Temperatur!

Und jetzt die Zusatzfrage, aber bitte keine Joker verwenden: Wenn also Eis schmilzt, Meeresspiegel und CO2 steigen, aber die globale Temperatur sinkt, was könnte uns das sagen? Richtig, dass diese Dinge offensichtlich nichts miteinander zu tun haben! Es werden hier wieder Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge hergestellt, die man in den Köpfen der Menschen verankert hat, für die es aber keinen Beweis gibt. Gleichzeitig gibt es eindeutige Widerlegungen der These, dass der Mensch signifikanten Einfluss auf das Klima hat. Aber das würde hier zu weit führen. Googeln Sie einfach „Klimagate“ oder „climate gate“ und prüfen Sie die Argumente derjenigen, die sich freuen, dass es zu diesem Daten-Gau gekommen ist.

Oliver Janich

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